GBMA Seminar 2008
Unser 4. Mantrailing-Seminar ist zu Ende. Auch in diesem Jahr war es organisatorisch eine Herausforderung, galt es 28 Teilnehmer mit Hund
und neun Teilnehmer ohne vierbeinigen Partner eine interessante und lehrreiche Woche zu bieten, in der auch der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kommen sollte. Trainiert wurde mit sieben Trainern und zwei Traineranwärtern in fünf Gruppen. Die Teilnehmer, welche aus Behörden und Rettungshundeorganisationen dabei waren, kamen wieder aus dem europäischem Raum, wie Schweiz und Österreich. Ein Anspruch, den der Verein an seine Teilnehmer stellt, ist im Team zu trainieren und Erfahrungen auszutauschen, unabhängig von der Organisation / Facheinheit oder Behörde, von welcher man entsandt wurde.
Unter Berücksichtigung der Feedbacks durch unsere Teilnehmer können wir sagen, dass es eine gelungene Veranstaltung war, in der die Teams teilweise überrascht waren, was ihre Hunde unter fachlich versierter Anleitung zu leisten vermögen.
Aus unserer Sicht war es ein hervorragendes Arbeitsklima, da nicht nur in den Gruppen, sondern auch in der Gesamtheit ein harmonisches und respektvolles Miteinander galt, was zum Lernen für Hund und Hundeführer von großer Bedeutung ist. Die Leistungen der Teams befanden sich auf einem Niveau, welches durchaus als Fortgeschritten bezeichnet werden kann. Die Einschätzungen der eigenen Leistungen, war deutlich besser als in den Vorjahren. So wurden Prüfungsanmeldungen zurück gezogen mit der Begründung, der Hund erbringt zur Zeit die erwarteten Leistungen noch nicht zur vollen Zufriedenheit des Hundeführers. Die im Eignungstest gezeigten Leistungen (vier Teilnehmer) lagen, dennoch im befriedigenden Bereich und wurden durch die Mehrheit der Prüfungsteilnehmer bestanden. Dem einzigen Teilnehmer in der Prüfung-Level 2, war es leider nicht vergönnt diese zu bestehen. Ein Umstand, der auch die Prüfer nicht gerade erfreulich stimmte. Es zeigte sich zum wiederholten Male nicht Alter und Länge der Trails sind von Bedeutung, selbst jüngere Trails mit Längen um die 1000 Meter können Probleme und Trainingsschwerpunkte aufzeigen. Erst ein stetig gut geplantes Training, unter Beobachtung und Anleitung erfahrener Trainer, bringt Teams hervor, welche in der Lage sind, Probleme auch als Team zu lösen.
Ein ganz besonderer Höhepunkt des Seminars 2008, war die Auszeichnung unserer amerikanischen Freunde und Trainer, durch Theo Tintenklecks mit dem "Blauen Herz" für Kinderfreundlichkeit. Ein Ereignis, mit dem keiner, auch wir als Veranstalter nicht, gerechnet hatten.
In diesem Zusammenhang wurden wir immer wieder von den Medienvertretern gefragt, warum diese Veranstaltung so anonym abläuft? Die Antwort darauf war und ist ganz einfach, wir leisten diese Arbeit nicht für Ruhm oder Ehrungen, sondern wir wollen einfach nur einen kleinen Beitrag dazu leisten, Menschen die unverschuldet in Not geraten sind, zu helfen. In diesem Sinne, ihr alle wisst genau, wofür ihr diese harte und manchmal auch an die eigenen psychischen und physischen Grenzen gehende Arbeit macht. Wir danken allen, die sich ehrlich dieser Aufgabe im Training und Einsatz widmen, und in jedem Jahr, mit ihrer Teilnahme, zum Gelingen unseres großen Herbstseminars beitragen. Danke auch an alle, die uns hinter den Kulissen unterstützen und vor allem Danke an unsere amerikanischen Trainer des LEBA. Euch allen wünschen wir viel Freude und Erfolg in der Arbeit und passt gut auf Euch auf!
Ariane und Jürgen Conrad
