GBMA Seminar 2011

 

 

Das GBMA Seminar 2011 begann in diesem Jahr ein wenig turbulenter als sonst. Auf dem Weg nach Hannover, wo unsere amerikanischen Freunde und Trainer gegen Mittag landen sollten, erreichte uns ein Anruf von Luis, dass sie ihren Anschlussflug in Amsterdam nicht mehr erreicht hätten. Da sie eine Überraschung aus Amerika mitbrachten, konnten sie nicht jeden Flug nach Hannover nehmen und so wurde nach kurzer Beratschlagung beschlossen, dass das kleine Empfangskomitee einfach nach Amsterdam weiterfahren würde. Luis meinte zwar, dass sie auch einen Mietwagen nehmen könnten, aber wer sich damit ein wenig auskennt, weis das dies mit etlichen Umständen und zusätzlichen Kosten verbunden ist. Zudem kommt hinzu, dass nach einem 10-stündigem Flug eine Autofahrt über 6 Stunden nach Havelberg auch nicht besonders angenehm ist. (Luis hält uns zwar immer noch für verrückt, aber so sind wir halt!)

 

Am Samstagmorgen gegen 2 Uhr trudelten wir dann, samt Überraschung im Gepäck, mit allen Amerikanern in Havelberg wieder ein. Empfangen wurden wir dort von einem ahnungslosem Jürgen Conrad, der eigentlich nur wegen den Hotelzimmerschlüsseln auf uns wartete. Luis holte, während Jürgen die ersten Freunde begrüßte, seine Überraschung aus dem Auto – einen Bloodhound Welpen namens Hooch. Der Welpe stammt aus einer amerikanischen Arbeitslinie und wurde von der Jimmy-Ryce-Foundation über Luis an Jürgen Conrad übergeben.

 

LINK zur Jimmy Ryce Foundation sowie kurze Vorstellung auf der GBMA Seite

 

 

Hooch soll in Deutschland zum Mantrailer ausgebildet werden um vermisste Kinder sowie andere vermisste Personen aufzuspüren. Hooch ist der erste Bloodhound Welpe, der von dieser Organisation außerhalb der USA einen Hundeführer übergeben wurde. Luis übernahm die erste Sozialisierung und Übergabe an Jürgen Conrad im Namen der Foundation.

 

Am Samstag begann die Anreise unserer Teilnehmer für das GBMA Seminar und am Abend eine erste Kennenlern- und Vorstellungsrunde, wo sich auch unseren neuen amerikanischen Trainer Jon Newcomb und Kevin Bolling vorstellen konnten. Beide unterstützen in diesem Jahr erstmalig den GBMA in diesem Seminar und waren während des Seminars ebenso wie alle andern amerikanischen Trainer stark gefragte Gesprächspartner.

 

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich beim LEBA für ihre Unterstützung und Hilfe für all die vorherigen und das diesjährige Seminar bedanken. Ohne deren Zutun würden wir die Seminare in dieser Art und Weise nicht auf die Beine stellen können – auch wenn manches nur im Hintergrund abläuft.

 

Viele Teilnehmer waren nicht das erste Mal im Seminar dabei und so waren die Freude über das Wiedersehen und der Austausch der Erlebnisse bis in die frühren Morgenstunden hinweg das Hauptthema dieses Tages/der Nacht.

 

Der Wettergott war uns dieses Jahr mehr als gnädig und wir hatten die ganze Woche über sonniges Wetter bei angenehm warmen Temperaturen.

Die Teilnehmer wurden auf 6 Gruppen aufgeteilt, so dass die Gruppen eine angenehme Arbeitsgröße hatten und die Teilnehmer alle effektiv arbeiten konnten.

 

 

Am Sonntagmorgen ging es nach dem Frühstück auch schon los und die Gruppen rückten alle mit ihren Trainern in die Trainingsgebiete aus. Man konnte von Tag zu Tag erkennen, wie die Teilnehmer mal nachdenklich oder mal überglück wieder zurückkamen und bei den abendlichen Gesprächen wurden auch immer wieder Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht, sodass die Teilnehmer und die Trainer untereinander regen Erfahrungsaustausch pflegten.

 

 

Neben dem praktischen Teil gab es während des Seminars auch die Theorie, welche im GBMA Seminar wieder nicht zu kurz kam.

Einen Abend hielt Luis Ledbetter die Unterrichtseinheit, wo er auf die natürlichen Instinkte der Hunde einging und wie der Mensch sie sich bisher zunutze machte. Es wurde die Historie bis hin zu den heutigen Einsätzen behandelt und welchen unheimlichen Nutzen, das alles im heutigen Mantrailing bringt und wie wir uns die natürlichen Triebe der Hunde für die erfolgreiche Suche zunutze machen können und machen.

 

 

 

Im Seminar hatten die Hundeführer die Möglichkeit zielgerichtet Probleme in der Arbeit mit ihren Hunden aufzuzeigen und sich von erfahrenen Ausbildern Lösungswege in der Praxis zeigen zu lassen. Es wurden aber auch Trainingszenarien nachgestellt, wie sie in Einsätzen vorkommen können, z.B. Trails die am Wasser endeten.

Die Leistungen der Hunde waren für manche Hundeführer verblüffend zu beobachten. Die Trainer gaben den Teilnehmern zudem jede Menge an neuen Trainingsideen mit, welche diese in ihrem zukünftigen Training in ähnlicher Art nachstellen können. Auf die Vielfältigkeit der Aufgabenstellung je nach Leistungsstand des Teams wurde sehr geachtet und die Teilnehmer und Hunde lernten immer wieder neue Situationen kennen und auszuarbeiten.

 

 

Ein ganz herzlichen Dank möchten wir hier auch an all unsere Helfer, wie z.B. Daniel und Anett, richten. Sowohl in der Versorgung, beim Legen von Trails, der Hilfe bei größeren oder kleinen medizinischen Problemen etc. überall waren ihre hilfreichen Einflüsse zu spüren.

 

Wir freuen uns schon auf die nächsten Seminare wo wir dann Paris, Wien und Co. sehen können.

 

Eine schöne Zeit und ein erfolgreiches Training wünschen wir Euch allen.

Auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen.