Prüfungsordnung
German Bloodhound Mantrailing Association e. V.

 

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German Bloodhound Mantrailing Association e. V.
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Präambel
Die hier vorliegende Prüfungsordnung wurde mit Genehmigung des LEBA durch den GBMA übernommen und überarbeitet und Vorstand der GBMA genehmigt. Erarbeitet wurde diese Prüfungsordnung von praxiserfahrenen Polizeihundeführern der USA für Hundeführer im Bereich Polizei und Hilfsorganisationen. Sie ersetzt die bisher geltenden Prüfungsordnungen des GBMA. Die nach dieser Prüfungsordnung geprüften Teams erhalten mit dem Zertifikat eines GBMA-Prüfers, eine Empfehlung für ihr Training und Einsatzgeschehen.
Die Entscheidung und Verantwortung, ob der Hundeführer mit seinen Hund einen Einsatzauftrag -entsprechend der Lagebeurteilung - annimmt oder nicht, trifft der Hundeführer in eigener Verantwortung!
Ein Mantrailing-Team besteht aus einem Hund und einem Hundeführer und wird nachstehend Team genannt. Das Zertifikat gilt immer für das geprüfte Team. Es bestätigt, dass an diesem Tag das Team (Name Hundeführer und Name Hund) in dem besagten Level geprüft wurde. Übernimmt ein neuer Hundeführer einen geprüften Hund, so muss auch dieser mit dem Hund die Einsatzzertifizierung ablegen, um seine Einsatzfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Der Mantrailer (Personenspürhund) darf nur durch den Hundeführer im Einsatz geführt werden, der diesen erfolgreich in der Prüfung geführt hat.
Nach dieser PO dürfen nur GBMA- und LEBA-Mitglieder geprüft werden.
Nichtmitglieder können auf schriftlichen Antrag ihrer Behörde oder Organisation im „Level 3 – Einsatz-fähigkeit“ im Rahmen einer zertifizierten Seminarteilnahme geprüft werden.

 

Standardleistungseinschätzung und Prüfung für Mantrailingteams
Um die Teamfähigkeit einschätzen und bewerten zu können, wird der Hundeführer seinen Hund auf einen Trail - welcher von der zu suchenden Person zu Fuß zurückgelegt wurde – ansetzen.
Das Team wird in fünf Kategorien bewertet:
1. der Fähigkeit des Hundes dem Trail der zu suchenden Person über die gesamte Länge zu folgen. Dabei ist der Startpunkt bekannt, jedoch nicht die Abgangsrichtung.
2. der Fähigkeit des Hundeführers seinen Hund während des Arbeitens auf dem Trail zu lesen. Dabei sind Korrekturen, Motivationen und ein Neuansatz möglich.
3. der Fähigkeit des Hundeführers seinen Hund zu unterstützen, den Trail wieder zu finden, wenn dies nötig ist.
4. der Fähigkeit in kontaminierten Gebieten zu suchen.
5. der Identifikation der Person.

 

Das Team soll in drei unterschiedlichen Stufen seine Kompetenzen unter Beweis stellen. Dabei ist eine Prüfung pro Tag zulässig.

Besteht das Team die Prüfung leistungsbedingt nicht, so ist eine Wiederholung der Prüfung frühestens nach 12 Wochen möglich. Ein dreimaliges „Nicht bestehen” des jeweiligen Levels führt zum Ausschluss des Teams von weiteren Prüfungen. Dieses gilt auch für Prüfungsanmeldungen durch andere Organisationen. Sind dort drei Prüfungsversuche gescheitert, erfolgt im GBMA keine weitere Prüfung.
In den Prüfungsstufen 2 und 3 folgen und bewerten zwei Prüfer das Team während der Prüfung. Es ist den Prüfern nicht erlaubt, während der Prüfung Hilfestellungen und Kommentare zu geben. Dies führt zu einer Disqualifizierung des Teams.
Das Team muss in der Lage sein zu demonstrieren, dass es einem Trail über die gesamte Länge folgen und die zu suchende Person finden kann. Die Umweltbedingungen, wie Wind und Wetter, sollten während der Prüfung des Teams einschätzbar sein.
Verliert ein Team den Trail mehr als 10 Minuten (ununterbrochen) oder meinen die Richter, dass dieses Team den Trail nicht mehr erfolgreich beenden kann, können sie die Prüfung abbrechen.
Das Team muss zuerst das Level 1 erfolgreich bestanden haben, bevor es den Level 2 absolvieren darf.
Dem geprüften Team wird das „Bestanden” oder „Nicht bestanden” bescheinigt. Das Team wird bewertet am Startpunkt, bei Wendungen, beim Folgen des Trails, bei Abweichungen vom Trail, bei der Fähigkeit oder Unfähigkeit des Hundeführers seinen Hund zu lesen sowie bei der Teamarbeit von Hundeführer und Hund.

Gründe, die zu einem Prüfungsausschluss führen:
- aggressives Verhalten des Hundes gegenüber dem Hundeführer, dem Prüfer, Zuschauern oder Opfern
- wenn der Hundeführer mehr als 10 Minuten zu spät zur Prüfung erscheint
- wenn sich der Hund oder Hundeführer während der Prüfung verletzt.