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LEBA Seminar in Grantsville, Maryland im April 2009
Lange habe ich überlegt ob es sich lohnt, den langen Flug und die Kosten auf sich zu nehmen um einmal zum LEBA Seminar nach Grantsville zu fahren. Doch dann, nach dem GBMA Seminar im Herbst 2008 habe ich entschieden, das ich mir das wenigstens einmal „antun“ muß.
Geteiltes Leid ist halbes Leid. Eine illustre Reisegruppe von vier Mantrailing-Fans fand sich, und wir machten uns auf die Reise. Der Abflug, bei schönstem Wetter in Hamburg gestaltete sich ohne Verzögerung und ohne Komplikationen. Nur, der Flieger war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Zum Glück hatten wir früh gemeinsam gebucht und hatten Plätze mit etwas Beinfreiheit reservieren lassen. Der Flug nach Washington verging wie im Fluge, obwohl ich immer noch bezweifle, das Flugzeuge die so goß sind auch wirklich fliegen können. Trotzdem haben sie uns doch irgendwie innerhalb von acht Stunden nach Amerika transportiert.
Den Zorn einiger Mitreisender haben wir uns dann doch noch zugezogen, da wir in verschiedenen Paßkontrollschlangen, mindestens 10 an der Zahl, anstanden und einer meiner Begleiter der englischen Sprache eher nicht mächtig ist. Auf Grund von Kommunikationsschwierigkeiten rief er mich kurzerhand zu ihm herüber. Er und der Zollbeamte verstrickten sich in ein langes Gespräch über die Arbeit, Dienstabzeichen und wo man diese bestellen könne. Dabei stellte sich heraus, daß kurz vorher unser vierter Begleiter an genau diesem Schalter gewesen war und schon alles über das LEBA Seminar in den Bergen bei den Polizisten und Sheriffs erzählt hatte. Dadurch mußten die Wartenden hinter uns sehr viel Geduld aufbringen. Die Welt ist eben doch ein Dorf.
Nachdem die Formalitäten erledigt waren, begaben wir uns zur Autovermietung, packten unsere Koffer in einen großen Van und fuhren Richtung Grantsville. Ich war die einzige, die noch nicht an diesem Seminar teilgenommen hatte und war also der Führung meiner Begleiter „ausgesetzt“. Natürlich mit Hilfe eines Navigationsgerätes, ich kann nur raten ein solches mit zu nehmen. Nach gut einer Stunde Fahrt haben wir uns für die Nacht ein gemütliches Motel gesucht. Den ersten Abend mit gesundem amerikanischen Fastfood zelebriert, und den Jetlag gepflegt in dem wir früh schlafen gegangen sind.
Der nächste Morgen war ein wunderschöner Frühlingsmorgen und ich hatte den Eindruck, all die warmen Sachen zu Unrecht eingepackt zu haben. Hätte ich gewußt das wir zwei „Power-Shopper“ dabei haben, wäre ich gewarnt gewesen. An kaum einen Outlet Store oder Walmart konnten wir ohne ein kleines Päuschen vorbei fahren. Der ach so große Wagen wurde voller und voller gepackt. Hätte ich gewußt was noch auf uns warten würde, hätte ich vielleicht auch noch in den einen oder anderen warmen Pullover investiert.
Am frühen Nachmittag kamen wir dann im idyllischen Camp in Grantsville an. Es liegt versteckt in einem Wald und Sumpfgebiet, an einem kleinen See und wir waren die ersten Gäste in diesem Jahr. Da wir mit die ersten vor Ort waren konnten wir uns unsere gemütliche Holzhütte aussuchen.
Hütten aus Holz, man kann durch die Ritzen nach draußen schauen, also mit natürlicher Belüftung. Heizung! Wer braucht schon Heizung! Der Komfort läßt also sehr zu wünschen übrig. Und natürlich konnte das Frühlingswetter nicht halten. Kaum ging das Seminar offiziell los kam der Regen, Griesel, Sturm, Blitz und Donner, Schnee und Temperaturen um Null Grad. Zum Glück gab es in den Duschen einEN; nicht enden wollenden; Vorrat an heißem Wasser. Man wurde am Ende des Tages dann doch wieder warm. Der Kamin im Aufenthaltsraum war groß und das Feuer hat die ganze Woche über gebrannt.
Und doch war es das alles wert!
Bloodhounds satt!
Natürlich auch einigen andere Rassen die von Rettungshundeführen geführt wurden. Hunde in allen Stadien der Ausbildung. Ein Lernerlebnis pur. Ob ich mir jetzt die erfahrenen Teams der Sheriffs und Polizeibeamten ansehen konnte oder die Hunde der Rettungshundestaffeln. Alle trotzen dem schlechten Wetter und arbeiten ambitioniert den Tag hindurch bis zum späten Nachmittag. Die Probleme die auftreten, sind, man mag es kaum glauben, die Gleichen die wir auch hier zu meisten haben. Hunde sind eben Hunde und ihre Menschen oft nur wenig lernfähig und schwer zu „erziehen“.
Die Abende vergingen wie im Fluge mit interessanten Gesprächen, Networking, Musik und natürlich gab es auch den, schon legendären, Auftritt von Elvis Presley. Jon Burcham in seinem Element!
Wenn der DJ dann geht, fährt man halt kurzerhand den Truck ins Haus. Der Eingang wird passend gemacht, denn schließlich braucht man ja wenigstens ein wenig Unterhaltung aus dem Autoradio. Zu schnell ging die Woche zu Ende.
Ich fahre sicher wieder hin, auch ohne meinen Hund. Ein Erlebnis zu dem ich aus vollem Herzen nur raten kann.
Christine Schüler








